Zeit mit Gott
Das zentrale Element des Lebens eines Jüngers ist die lebendige Beziehung mit
Jesus Christus. Hierzu bedarf einer Struktur, die wir uns selbst geben, wie die „Zeit
mit Gott“ (viele kennen das als Stille Zeit). Ebenso wie bei menschlichen
Beziehungen, die eine Vertrautheit und Intimität gewinnen sollen (Partnerschaft,
Freundschaft), braucht es neben zufälligen und spontanen Trenen auch
Verabredungen, die ausschließlich zur Pflege und Stärkung der Beziehung dienen.
Und da die Beziehung zu dem dreieinen Gott die wichtigste in unserem Leben ist,
müssen wir dieser auch unsere größte Aufmerksamkeit schenken. Dieses Ziel
verfolgen wir mit der „Zeit mit Gott“. Dabei geht es weniger darum, dass wir
besonders viel Aktivität zeigen, sondern um Regelmäßigkeit. Auch wenn
festgelegte Gewohnheiten bei der Umsetzung hilfreich sind und auch entwickelt
werden sollten, darf eine „Zeit mit Gott“ nicht zu einer reinen Gesetzlichkeit
verkommen, die den Charakter der Beziehungsstärkung verliert. Jemand sagte
einmal: „Traditionen/Gewohnheiten sind wie Straßenlaternen, sie beleuchten uns
den Weg, aber nur Betrunkene halten sich daran fest.“ In Zeiten der Krise z.B. ist es
durchaus angemessen seine Empfindungen vor Gott auszuschütten, wofür Gott
uns ein ganzes Buch in die Bibel geschrieben hat: die Psalmen.
Final machen wir uns klar, dass Regelmäßigkeit vor Länge geht und Authentizität
vor Gewohnheit.
