Busse und Umkehr
Der entscheidende Schritt zu einem neuen Leben zu Gott ist der Schritt der Buße,
bzw. der Umkehr, weshalb man diese Hinwendung zu Jesus auch „Bekehrung“
bezeichnet. Dieser Schritt kann nur vom Menschen gemacht werden und muss
zwingend mit Glauben (A4) verbunden sein, damit er nicht nur authentisch ist,
sondern auch seine geistliche Kraft (Neugeburt A5) entfaltet. Buße ist nicht ein rein
neutestamentlicher Gedanke, sondern schon im AT forderte Gott durch die
Propheten sein Volk zur Buße auf, selbst zu den Heiden wurden Propheten
gesandt. Die Jona-Geschichte sticht hier besonders heraus. Die Evangelien
beginnen alle mit dem Auftreten von Johannes dem Täufer, der das Volk Gottes zur
Buße rief, und sie einlud als Reaktion darauf sich taufen zu lassen. Was besonders wichtig ist, ist die Tatsache, dass Johannes von den Zuhörern ganz konkrete
„Früchte der Buße“ erwartet hat. Das hat Jesus in der Folge auch getan und Buße
nicht einfach nur als eine Herzensangelegenheit gesehen, sondern auch immer
praktische Lebensveränderungen erwartet. Bestes Beispiel für praktische Buße ist
die Zachäusgeschichte (Lk 19, 1-10)
